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Züri Fäscht produziert weniger Schadstoffe als ein gewöhnliches Wochenende in der Stadt Zürich

7. Juni 2019

Das dreitägige Züri Fäscht (5. bis 7. Juli 2019) senkt den Schadstoffausstoss im Vergleich zur letzten Veranstaltung vor drei Jahren um 463 Tonnen. Zu diesem Schluss kommt die Umweltstiftung «myclimate». Feuerwerk und Flugshow würden lediglich je 0,2 Prozent der Gesamtemissionen des grössten Volksfestes der Schweiz ausmachen. An einem gewöhnlichen Wochenende produziert die Stadt Zürich mehr Schadstoffe als während des Züri Fäschts.

Feuerwerk und Flugshow gehören zu den Höhepunkten eines Züri Fäscht. Im Kontext der angespannten Klimadiskussion vermeldet die Umweltstiftung «myclimate» beruhigende Zahlen: Beide spektakulären Programmpunkte des grössten Volksfestes der Schweiz würden lediglich je 0,2 Prozent des gesamten CO2- und Feinstaubausstosses des Züri Fäscht ausmachen. Und: «Die Gesamtemissionen am Züri-Fäscht-Wochenende in der Stadt Zürich sind niedriger als während eines gewöhnlichen Wochenendes ohne Fest, weil die Innenstadt für den Verkehr gesperrt ist und 90 Prozent der Besucher mit dem ÖV anreisen», sagt Andreas Hugi, Mediensprecher des Züri Fäscht. 

12'437 Tonnen Gesamtemissionen werde das Züri Fäscht, das heuer vom 5. bis 7. Juli stattfindet und rund zwei Millionen Besucherinnen und Besucher anziehen wird, verursachen, heisst es in der Studie von «myclimate». Das würde bedeuten, dass im Vergleich zu den letzten beiden Austragungen 2016 (12'900 Tonnen) und 2013 (12'928) der Schadstoffausstoss um beinahe 500 Millionen Tonnen sänke. Grund sei eine positive Veränderung bei der Energie und dem Verbrauchsmaterial. Hauptemissionsquellen des Züri Fäscht 2019 seien An- und Abreise der Festbesucherinnen und Festbesucher (42%), Mahlzeiten (40%) und Getränke (9%).

Kompensationsbetrag für nachhaltigen Klimaschutz

Drei Feuerwerke werden am Zürcher Nachthimmel gezündet: «Silver Eyes – Hymne an den Mond», «Schlager Festival» und «Only Rock». Andreas Hugi sagt: «Die Feuerwerke sind ein zentraler Bestandteil des Züri Fäscht.» Zum ersten Mal wird dieses Jahr eine Drohnen-Show gezeigt. Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) hat diesen Programmpunkt mitgestaltet. Etwa 150 fliegende Objekte schwirren aus, um atemberaubende 3-D-Bilder über den Zürichsee zu projizieren. Die Energie für dieses Spektakel stamme aus 100 Prozent Ökostrom. «Wenn die Show gut ankommt und der gesellschaftliche Wandel weiter voranschreitet, dann kann ich mir vorstellen, dass sich die klassischen Feuerwerke irgendwann einmal überleben werden», meint Andreas Hugi.

Der Verein Zürcher Volksfeste OK Züri Fäscht wird die CO2-Emissionen des Festprogramms – zwölf Prozent des Gesamtausstosses – kompensieren und einen Betrag von 21'500 CHF an die Umweltstiftung «myclimate» leisten. Mit diesem Geld wird in den drei hochwertigen Klimaschutzprojekten «Effiziente Kocher in Südwest-Madagaskar», «Strom aus FSC-Holzabfall im Amazonas» und «Spargemeinschaften ermöglichen Frauen effiziente Kocher» in der Siaya Region in Westkenia dafür gesorgt, dass das Züri Fäscht 2019 klimaneutral bleibt.

myclimate-Präsentation CO2-Footprint Züri Fäscht 2019

Urkunde Züri Fäscht Kompensationsanteil